Der Futterwahnsinn oder die Odyssee zur gesunden Ernährung des geliebten Vierbeiners (2)

 

 

Wenn wir den 1. Teil der Odyssee berücksichtigen, wird die zu Beginn erwähnte Herausforderung nicht kleiner, denn eine naturnahe artgerechte Ernährung nach dem Beuteprinzip funktioniert mit Trockennahrung nur bedingt bis gar nicht.

 

Dennoch möchte ich Ausnahmen nicht gänzlich ausschließen, vielleicht gibt es tatsächlich den einen oder anderen Hersteller von Trockenfutter, bei dem sich das Beuteprinzip in der Zusammensetzung des Futters widerspiegelt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Ich habe die Suche nach über 30 Jahren aufgegeben...

 

Nassfutter/Dosenfutter gibt es in durchaus hochwertiger Qualität, wenngleich auch hier vieles an natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen durch das gesetzlich verpflichtende Erhitzen verloren gehen kann. Es haben sich einige Hersteller jedoch einiges einfallen lassen, um Nassfutter hochwertig anzubieten. Doch auch bei der Auswahl des hochwertigen Nassfutters steht der Tierhalter in der Verantwortung, sich genaustens über die Zusammensetzung des Doseninhalts zu informieren, denn auch hier werden mitunter teilweise tierische Nebenerzeugnisse genannt, die aus Knorbel, Pansen, Milz, Euter bestehen können, aber eben auch Blasen, Hufen, Federn, Urin, Galle etc. beinhalten dürfen.

 

 

Transparenz ist gerade bei Nahrungsmitteln jeglicher Art das beste Qualitäts- sowie Vertrauensmerkmal.

 

Wie kann ich nun als Tierhalter meinem Hund eine artgerechte Ernährung nach dem Beuteprinzip garantieren?

 

Meiner Meinung nach geht dies am einfachsten und verlässlichsten mit Biologisch-Artgerechter-Roh-Fütterung (BARF) bestehend aus 80% tierischen und 20% pflanzlichen Anteilen. Aus diesen Anteilen (im richtigen Verhältnis) erhält der Hund eine ausgewogene Nahrung, die in der Zusammensetzung der natürlichen Beute entspricht.

 

Des Weiteren bietet allein das Barfen die Möglichkeit, so umweltschonend wie möglich, einem Hund eine gesunde ausgewogene Ernährung anzubieten. Dies gelingt allerdings nicht, wenn man im Internet nach dem günstigsten Frostfleisch-Versender sucht, sondern indem man Fleisch, Innereien, Pansen, Knorpel/Knochen, Gemüse und Obst regional bezieht, anstatt 20 Kilogramm Fleisch etc. inklusive 3 m³ Flachpappe, Thermobox, Plastikfolie, Kühlakkus usw. durch den Paketdienst anliefern zu lassen.

 

Barfen ist doch so aufwendig, kompliziert und man kann vieles falsch machen….

 

Barfen ist keinesfalls so aufwendig und kompliziert, wie es Barf-Gegner gerne sehen. Und wenn man sich ein wenig für eine gesunde Ernährung des geliebten Vierbeiners begeistern kann, dann ist man auch gerne bereit, sich ins Barfen fachlich hineinzulesen, denn umfangreiches Fachwissen bietet der Handel sowie das Internet. Wer sich die Verantwortung ohne Fachberatung nicht zutraut, dem bietet eine professionelle Beratung eine solide Grundlage und Sicherheit fürs gesunde Barfen.

 

Alternativ funktioniert eine Ernährung nach dem Beuteprinzip auch sehr gut in Kombination von hochwertigem Dosenfleisch für Hunde sowie Gemüse und Obst, so können auch Hundehalter mit Abneigung gegen rohes Fleisch oder Pansen die Nahrung des Vierbeiners optimal zusammenstellen.

 

Sich einfach mal einen Ruck geben und die Ernährung des eigenen Hundes kritisch überdenken….Dein Hund dankt es Dir!

 

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